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Erklärung der IsoBouw Dämmtechnik GmbH
Kundeninformation REACH

 


Flammschutzmittel in EPS-Produkten

Als Hersteller von Dämmstoffen aus expandiertem Polystyrolhartschaum (EPS) sind wir, gemäß des seit 2007 in Kraft getretenen europäischen Chemikaliengesetzes (REACH) verpflichtet, Sie auf einen bestimmten Inhaltstoff aufmerksam zu machen.

Wie die meisten europäischen Hersteller verwenden wir HBCD (Hexabromcyclododecan) als Flammschutzmittel für unsere Produkte, welche im Hochbau eingesetzt werden. Dieser Stoff befindet sich seit Oktober 2008 auf der sog. Kandidatenliste der ECHA (European Chemicals Agency).


Was genau ist HBCD und welche Eigenschaften gehen mit der Verwendung bei EPS Dämmstoffen einher.

HBCD (Hexabromcyclododecan) wird als bromiertes Flammschutzmittel für Dämmstoffe aus expandiertem Polystyrol-Hartschaum eingesetzt. Die Schwerentflammbarkeit dieses Dämmstoffes ist Teil der strikten Bauvorschriften des deutschen Gesetzgebers seit mittlerweile 40 Jahren. Die hohen Brandsicherheitsnormen in Deutschland sind wichtig, um Menschenleben und Gebäude vor Feuer zu schützen.

 

Was bewirkt das Flammschutzmittel in technischer Hinsicht?

Flammgeschützter EPS-Hartschaum schrumpft bei kurzer Einwirkung einer Zündflamme ohne entflammt zu werden. Erst bei längerer Einwirkung einer Zündquelle auf geschmolzenes Material kann eine Entflammung eintreten, jedoch ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Flammen unter dieser Einwirkung gering und das Brandgeschehen auf die Oberfläche des Schaumstoffs begrenzt. Sobald der Kontakt mit der Fremdflamme unterbrochen wird, ist weder Weiterbrennen bzw. Nachbrennen noch Nachglimmen zu beobachten.

 

Was bewirkt das Flammschutzmittel in ökologischer Hinsicht?
HBCD-haltige EPS-Schaumstoffe reagieren chemisch neutral, sind nicht wasserlöslich und geben keine wasserlöslichen Stoffe ab, die zu einer Verunreinigung des Grundwassers führen könnten. Sie werden durch Mikroorganismen nicht zersetzt und sind kein Nährboden für Schimmelpilze und Bakterien. Auch HBCD-haltige EPS-Dämmstoffe sind in die Wassergefährdungsklasse Null eingeordnet.
Die im Brandfall entstehenden Zersetzungsprodukte sind generell von den jeweiligen Brandbedingungen abhängig, unterscheiden sich aber nicht wesentlich von den Zersetzungsprodukten anderer organischer Werkstoffe.
Das Löschwasser enthält keine für eine Kläranlage schädigenden Komponenten und ein vernachlässigbar geringes Schadenspotential der Ökosphäre. Untersuchungen nach DIN 53436 haben ergeben, dass keine Stoffe gebildet werden, die unter die von der Bundesregierung Deutschland erlassene Dioxin-Verordnung fallen.

Zahlreiche Untersuchungen über die akute Inhalationstoxizität von Brandgasen haben gezeigt, dass die Toxizität allein von Kohlenmonoxid (CO) ausgeht, und dass die CO-Konzentration in den Brandgasen von EPS geringer ist als in den Brandgasen der vergleichsweise untersuchten organischen Baustoffe wie Holz, Holzfaserplatten oder Kork. Die anderen Bestandteile der Brandgase von EPS sind in den ermittelten Konzentrationen toxikologisch bedeutungslos. Für die Umwelt bedeuten die Brandgase von Styropor-Hartschaum somit keine besondere Gefahr, ebenso auch keine zusätzliche Korrosionsgefahr für Bauteile.

 

Schlussfolgerung
Das Vorhandensein von HBCD auf der Kandidatenliste hat keine direkte gesetzliche Auswirkung auf die Herstellung und das in Verkehrbringen von expandiertem Polystyrol-Hartschaum. Bezogen auf unsere bilateralen Geschäfte hat die Auflistung keine Beschränkung, weder für die Herstellung, die Handhabung, den Verkauf oder die Nutzung von EPS-Dämmstoffen.

Wir hoffen Sie hiermit allumfassend informiert zu haben.


Die Geschäftsführung der IsoBouw Dämmtechnik GmbH

September 2009

 
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